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Mit Gelassenheit durch unruhige Zeiten


Frau mit Mala bittet um Gelassenheit

Unruhige, herausfordernde Zeiten erfordern ein gutes Maß an Geduld, Zuversicht, Mut, Toleranz und Mitgefühl – mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen.


Es gibt so viele Meinungen und Standpunkte derzeit und noch viel mehr Diskussionen um all das. Umso wichtiger ist eine richtig gute, tragende Verbindung zu uns selbst. Damit wir unsere Entscheidungen aus dem Herzen heraus treffen und uns selbst gut führen können. Aus meiner Sicht gibt es kein allgemeingültiges richtig oder falsch. Es gibt nur ein „passend für mich und meine Lebensumstände“.


Resilienz und Gelassenheit

Ein entspanntes Nervensystem unterstützt uns wundervoll dabei, gut bei uns zu bleiben und sprichwörtlich die Nerven zu behalten. Wenn wir Spannungen loslassen, dann lassen wir los was uns beschwert. Unser ganzes System kann sich dann entspannen und zur Ruhe kommen. Das brauchen wir ganz dringend um Resilienz, um gute (physische und psychische) Widerstandskraft aufzubauen.


In einem alten Yoga-Journal entdeckte ich kürzlich eine Übungssequenz zu genau diesem Thema. Natürlich habe ich die Praxis gleich für mich ausprobiert, es passte so schön zu dem Bedürfnis, das ist an diesen Tagen so deutlich spürte. Als ich danach in meinem Journal darüber reflektierte, kam mir der Gedanke, diese 5 Schritte mit Dir hier zu teilen. Denn – ob nun mit oder ohne Asanas – es sind elementare Schritte, die hinein in einem heilsamen Prozess führen können.


Erdung

Präsenz

Loslassen

Verletzlichkeit annehmen

Nach Innen lauschen


Auch in meinen Healing-Sessions führe ich durch einen ganz ähnlichen Prozess. Natürlich gibt es dabei kein Schema F, zumal ich absolut intuitiv arbeite, dennoch folge ich einigen wesentlichen Elementen, die dafür Sorge tragen, dass der Prozess am Ende rund wird.


Um auf die aktuelle Situation zurückzukommen – ich fühle, dass es derzeit am wertvollsten ist, sich in einer individuell stimmigen Form von Gelassenheit und innerer Ruhe zu üben. Auch gerade in stürmischen Zeiten ist es unsere Aufgabe gut für uns zu sorgen, denn dann überstehen wir solchen Phasen viel kraftvoller und unbeschadet. Dich selbst immer wieder durch diesen Prozess zu führen und Deine Impulse niederzuschreiben, ist eine fantastische Möglichkeit Dich gut zu begleiten. Und natürlich die praktische Umsetzung nicht vergessen! Ich wähle meist ganz bewusst zuerst die praktischen Tools als tägliche Praxis und danach widme ich der Reflexion.


Ein Fünf-Schritte-Prozess für mehr innere Gelassenheit und Ruhe:


Erdung

Auf den Fußboden oder die Erde legen und atmen. Raus in die Natur – bei jedem Wetter. Ätherische Öle (Patchouli oder Vetiver zum Beispiel). Suppen und Eintöpfe aus nährendem Wurzelgemüse tun uns jetzt gerade auch sehr gut. Ganz bewusst über die Füße ausatmen. Das Element Erde unbedingt auch im den Wohnraum integrieren. Noch mehr hilfreiche Tipps für mehr Erdung findest Du in diesem Blogbeitrag.


Reflexionsfragen:

Was schenkt Dir Sicherheit?

Welcher Ort symbolisiert für Dich Geborgenheit?

Wie verbindest Du Dich mit Mutter Erde?


Präsenz

Die einfachste Form Präsenz zu erlangen sind bewusste Atemzüge immer wieder über den Tag verteilt. Eine stabilisierende Atemmeditation als Morgenpraxis: beim Einatmen sprichst Du innerlich „los“ und beim Ausatmen „lassen“. Unser Nervensystem kommt zur Ruhe, wenn wir ganz bewusst loslassen. Wo immer es geht im Alltag etwas langsamer werden und auch mal ganz bewusst offline gehen. Regelmäßig einen Body Scan durchführen. Hände aufs Herz legen, immer und überall möglich und der direkte Weg zurück zu Dir. Pfefferminzöl öffnet Raum und bringt Dich zurück in den Moment.


Reflexionsfragen:

Was kann ich heute tun um noch präsenter zu sein

Welche Situationen werfen mich immer wieder zurück in die Unachtsamkeit?

Wie kann ich mich selbst daran erinnern präsent zu sein?


Frau gebeugt mit Handflächen am Boden

Loslassen

Wenn wir bewusst auf physischer Ebene loslassen, erleben wir spürbare Erleichterung im Körper. Wir nehmen plötzlich auch subtile Spannungen im Körper wahr. Manche davon sind vielleicht schon Jahrzehntelang da, aber wir haben sie noch nie wirklich gespürt, weil wir verlernt haben, wie es sich anfühlt entspannt zu sein. Progressive Muskelentspannung, Schütteln und Tanzen sind beispielsweise ganz wundervolle Möglichkeiten um den Körper in einen anderen Status einzuladen und neu zu entdecken.


Reflexionsfragen:

Wo im Körper kannst Du Spannung fühlen?

Wo warst Du, mit wem warst Du, als Du diese Anspannung zum ersten Mal bemerkt hast?

Was brauchst Du um diese Spannung loszulassen?


Verletzlichkeit annehmen

Wenn wir uns erlauben Raum für unsere Heilung zu öffnen, dann machen wir auch Bekanntschaft mit unserer Verletzlichkeit. Und auch mit der Weite und der möglichen Leere in diesem Raum. Das kann erstmal herausfordernd sein, wir sind es so gewohnt, diese Leere sofort aufzufüllen. Uns selbst im Herzen halten ist ein so heilsamer Akt der Selbstliebe!


Stilles Sitzen, Journaling, herzöffnende Asanas und heilige Essenzen sind wunderbar um sich diesen Aspekten anzunähern. In diesem Artikel aus dem letzten Jahr findest Du ein paar tolle Buchtipps, die sich auch mit dem Thema Verletzlichkeit befassen.


Reflexionsfragen:

Wo hältst Du Deinen Raum geschlossen, klein oder eng?

Wie kannst Du die Weite, die Öffnung in Dir zulassen?

Was hindert Dich daran, Dir Raum für Deine Bedürfnisse zu öffnen?


Nach Innen lauschen

Dir selbst die beste Freundin zu sein und Dir zuzuhören. Voller Mitgefühl und Liebe für die, die Du heute bist. Schenke Dir dieselbe liebevolle Fürsorge und Zuwendung, die Du auch Deiner besten Freundin schenken würdest. Dich selbst gut halten und dranbleiben, dableiben – das ist pures Gold auf Deinem Weg zurück nach Hause zu Dir.


Reflexionsfragen:

Was brauchst Du im gut bei Dir zu bleiben?

Welche Situation in der Vergangenheit gab es, in der Dir das gut gelungen ist?

Wie sprichst Du mit Dir selbst?

Was wünscht sich Dein Herz heute von Dir?


Welche Botschaft nimmst Du aus diesem Prozess für Dich mit?

Ich freue mich so sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt oder mir eine Nachricht zukommen lässt und erzählst, wie Dich dieser Beitrag unterstützt hat.


Von Herzraum zu Herzraum

Deine Evelyn


Einladung zum gratis Kurs für mehr Gelassenheit