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Dankbarkeit macht glücklich


Gerade in Krisenzeiten oder generell in herausfordernden Lebensphasen ist es relativ leicht, dass wir immer ein wenig tiefer in einen Zustand der Unzufriedenheit rutschen. Und natürlich darf dann diese Unzufriedenheit auch ihren Raum haben. Es ist wichtig, dass wir allen Gefühlen Raum geben und sie nicht verdrängen oder mit toxischem positivem Denken übertünchen. Alles darf sein! Jedes Gefühl ist willkommen. Du darfst Dich traurig, überfordert, im Stich gelassen, wütend und einsam fühlen. Es ist so wertvoll, dass wir uns durch diese Themen atmen und gut schauen, was es mit uns macht.


Dankbarkeit – der Shift

Um aber nicht in diesen Energien und in der Negativspirale hängenzubleiben, ist Dankbarkeit ein echter Gamechanger. Dankbarkeit öffnet Raum für Fülle und ist eine Abkürzung in Deinen Herzensraum.

Wichtig ist aus meiner Erfahrung hierbei jedoch, dass wir wirklich fühlen was wir denken, bzw. aufschreiben. Wer also beispielsweise aufschreibt „Ich bin dankbar für die Sonne.“, aber sich den ganzen Tag geärgert hat, dass es viel zu warm ist, die Sonne die Augen blendet, schmutzige Fenster in den Blickpunkt rückt und die Butter beim Frühstück dahinschmelzen lässt, meint das vielleicht nicht so richtig ernst. Das echte Gefühl, wirklich-wirklich für den Sonnenschein dankbar zu sein, das fehlt hier. Und dann bleibt der wahre Benefit aus.


Ich persönlich habe mit meiner Dankbarkeitspraxis begonnen, als ich begann mir bewusst zu machen, dass ich auch mit chronischen Schmerzen Gründe genug habe, um mich auf den neuen Tag zu freuen. Dankbarkeit war dafür ein ganz wichtiger Schlüssel. Ich habe die Opferhaltung hinter mir gelassen und stattdessen dem Schöpfer in mir Raum gegeben. Die tägliche Praxis von Dankbarkeit war ein goldener Schlüssel für mich.


„Wir sind glücklich, weil wir dankbar sind; Wir sind nicht dankbar, weil wir glücklich sind.“ David Steindl-Rast Benediktinermönch u. spiritueller Lehrer

Raum für Dankbarkeit öffnen

Wenn wir der Dankbarkeit (mehr) Raum schenken, erfolgt fast von alleine eine radikale Veränderung. Hierbei spielen auch Akzeptanz und Hingabe wichtige Rollen, denn wenn wir akzeptieren, dass es gerade so ist, wie es eben ist, können wir uns viel leichter auf Dankbarkeit ausrichten.


Dankbarkeit ist immer und jederzeit möglich. Du kannst Deinen Tag mit einer Dankbarkeitsübung beginnen oder abschließen. Eine der einfachsten Möglichkeiten sind Dankbarkeitslisten oder das Schreiben eines Dankbarkeits-Journals. Auch Gläser, befüllt mit kleinen Zettelchen, die mit Dankbarkeits-Momenten beschrieben wurden, sind zauberhaft und ein wundervoller Reminder im Alltag. Egal wofür Du Dich entscheidest, notiere täglich 5 Dinge und lass Dich von der Wirkung überraschen. Du wirst staunen, versprochen!


Du kannst Dich zum Beispiel auch bei Deinem Körper bedanken, ihn segnen und Dir angewöhnen all das, was Du für selbstverständlich hältst, dankbar wahrzunehmen. Wenn Du gerne spielst: kindliches Staunen und Erforschen lässt Dankbarkeit ganz spielerisch in den Tat umsetzen und Du erlebst dabei noch einen großen Lustgewinn durch das neugierige Erforschen des Alltäglichen.

Vielleicht ist heute auch ein guter Tag um innezuhalten und Dich voller Dankbarkeit für Deinen bisherigen Weg zu würdigen.


Danke, dass Du hier mit dabei bist und Dir Raum für Dich schenkst.

In liebevoller Dankbarkeit für Dich.

Deine Evelyn