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Verantwortung übernehmen für Dich und Deine Entscheidungen


In Dir selbst nach Hause zu kommen bedeutet Verantwortung für Dich und Dein Handeln zu übernehmen. Wenn ich wirklich „da“ bin, also in mir anwesend bin, dann kann ich mich gut spüren, bin verbunden mit mir. Und dann kann ich mein Tun und Handeln gut überblicken und verantworten.


Das heisst nicht, dass ich immer alles zu 100% „richtig“ mache. Es bedeutet aber, dass ich die Verantwortung auch für ungesunde Entscheidungen übernehme. Niemand verbietet mir täglich eine Laugenstande zu essen. Aber wenn ich es tue und es mir davon von Tag zu Tag schlechter geht, dann liegt das in meiner ureigenen Verantwortung. Da nutzt dann alles Jammern nichts. Und wenn ich einer Serie verfalle und 3 Wochen nicht vor 1.00 Uhr schlafen gehe, dann muss ich auch daraus die Konsequenzen verantworten.


Dann ist nicht mein Körper „schuld“ an Ungleichgewichten und meinem Unwohlsein, sondern er ist der Leidtragende von meinem Tun. Wenn ich selbstfürsorglich denke UND handle, „darf“ ich also auch noch jede Menge Dinge „falsch“ machen – ich überblicke und verantworte aber die Folgen davon! Und nein, ich möchte hier nicht von Schuld sprechen. Aber von Verantwortung.


Welches Bedürfnis steckt wirklich dahinter?

Natürlich ist es noch viel besser, wenn ich erst gar nicht in alte Muster zurückfalle, gar keine Frage. Aber ich kann auch hier mitfühlend mit mir bleiben. Und achtsam hinspüren, welche Bedürfnisse denn tatsächlich befriedigt werde wollen.


Was befriedigt die Laugenstange denn wirklich, welches Bedürfnis steckt dahinter? Hunger? Dann könnte ich genauso gut etwas Gesünderes essen. Entspannung? Eine Atemübung würde diesen Effekt schneller bringen. Das Gefühl eine Pause zu brauchen vielleicht? Oder worum geht es wirklich?


Radikale Selbstfürsorge bedeutet also auch, dass wir uns und unsere Bedürfnisse erkunden und immer besser kennenlernen. Uns ganz einzunehmen. Ganz in uns anzukommen. Uns mit unserem Herzen verbinden. Wach und klar da sind. Dann können wir Verantwortung für uns übernehmen und bestenfalls gesunde Entscheidungen fällen.


Selbstermächtigung

Wenn wir uns entscheiden Verantwortung für uns zu übernehmen, lassen wir unser Opferdenken verhungern, füttern es nicht permanent weiter. Denn wenn wir Gestalter sind, dann können wir nicht zeitgleich Opfer sein. Ja, das fühlt sich manchmal auch etwas herausfordernd an, gerade wenn ich dann spüre, dass mein Tun eben nicht gesund für mich ist. Aber es ist wahrhaftig und bringt mich zurück in den Schöpfermodus und in meine wahre Größe. Und von dort aus kann ich Veränderungen beschließen. Viel leichter, als wenn ich im Opfermodus erstarre und versuche die ganze Welt für mein Unwohlsein verantwortlich zu machen.


So gehe ich konkret dabei vor

Ich schaue mir also mein Muster an und hole es liebevoll in mein Herz. Hole es zu mir und anerkenne es. Dann gehe ich ins Selbstmitgefühl, bleibe weich und offen und lasse auch Scham, Trauer oder Enttäuschung zu. Und dann wähle ich neu.


Wie will ich mich fühlen? Und was bin ich bereit dafür zu tun?


Diese Frage stelle ich mir jeden Morgen. Sie erinnert mich an mein Schöpferinnen-Sein. Denn, wünschen können wir uns viel, aber was sind wir wirklich bereit dafür zu tun?


It’s all about the little things.

Eine Falle, die ich persönlich sehr, sehr gut kenne, ist die „ganz oder gar nicht“ Falle. Das hat bei mir bisher lediglich beim Rauch-Stopp vor 13 oder 14 Jahren geklappt. Damals war klar: es geht für mich nur ganz oder gar nicht! Aus einem extrem starken Suchtraucher kann nur ein Nichtraucher werden, dazwischen gab es für mich keine Option. Mein Löwinnen-Dickkopf half mir damals übrigens durch dieses erste unfassbar schwierige Jahr.


Ansonsten bin ich mit dieser Strategie schon oft auf die Nase geflogen. Rückblickend vor allem auch in Sachen Ernährung, Sport oder feste Strukturen. Und so ist das Einpendeln, in für mich funktionierende und stützende Strategien, immer wieder ein großes Thema für mich. Ich lerne aber immer mehr, dass kleine Schritte und kleine Veränderungen viel eher zum Ziel führen.


Welchen kleinen Schritt kannst Du heute wählen, um Deiner nächsten Version von Dir ein Stückchen näherzukommen? Was brauchst Du heute um in die Umsetzung zu kommen? Welche Entscheidung kannst Du heute FÜR Dich treffen?


Was ist die EINE Sache, die Du heute sofort für Dich umsetzt?


Love to hear from you!


Von Herz zu Herz

Deine Evelyn