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Innerer Frühjahrsputz ~ In-sich-kehren



Jetzt schwingen sie wieder: die Spül- und Wischlappen, Fensterleder wedeln munter durchs Haus, Schrubber und Besen sind im Dauereinsatz. Der Frühjahrsputz ist los – sag, bist Du auch schon mittendrin? Den dunklen Mief des Winters rausputzen, die Trägheit, die uns jetzt lästig geworden ist, abschütteln. Also reißen wir Fenster und Türen auf, bringen Haus und Hof auf Vordermann. Spätestens Ostern wollen wir Klarschiff haben und alles soll dann bitteschön in neuem Glanz erstrahlen.


Doch Moment – was ist mit dem Frühjahrsputz Deiner inneren Räume?


Wie innen so außen und damit spiele ich nun nicht auf die allseits beliebten Detox-Kuren an. Bestenfalls nutzen wir die Energie des nahenden Frühlings mit all seiner nach außen gerichteten Kraft und der alljährlichen Explosion des Grüns, ganz gezielt für ein gründliches inneres Reinemachen. Bald schon hält uns wieder nichts (dr)innen und aus der Erfahrung wissen wir, dass das oft auch ein wenig für die innere Arbeit gilt. In langen, frostigen Winternächten sitzt es sich halt irgendwie doch viel netter auf dem Meditationskissen bei Kerzenschein, umgeben von mystischen Rauhnachtsenergien.


Gerade deshalb ist jetzt nochmal ein ganz wundervoller Zeitpunkt des In-sich-kehrens. Doppelsinnig. Einerseits fühle ich es wie eine Einladung, um noch einen Moment länger in meinem Sacred Space zu verweilen, anderseits ist da auch die Einladung zum Großreinemachen.


Kehren. Durchpusten. Loslassen. Leermachen.

All das auch im Inneren – nicht nur im Außen.


Ordnung öffnet Raum


Das gilt aus meiner Sicht sowohl für den inneren, als auch den äußeren Raum. Ein Raum, der überquillt ist voller Unruhe und nicht in der Lage etwas Neues aufzunehmen oder zu kreieren. Es kostet unendlich viel Kraft und Energie ständig alles Vorhandene von A nach B zu räumen – und irgendwann vielleicht wieder genau dorthin zurück. Pure Energieverschwendung, denn Platz schaffen wir dadurch ja nicht, die erdrückende Fülle holt uns immer wieder ein mit dieser Vorgehensweise. Raum, den wir wirklich freimachen, leermachen (und nicht sofort wieder befüllen!) schenkt Weite und echten FreiRaum im besten Sinne. Alles was ich jetzt noch mit dem großen Besen aus mir herauskehre, ist weg. Mit umso mehr Frische und Energie kann ich dem Frühling entgegentanzen, ihm freudvoll erregt zujubeln und mit neuer Leichtigkeit meinen Raum einnehmen, ihn ausfüllen mit MIR, mit all dem was mir wirklich wertig erscheint. Und dann kann ich all das Kommende zum Fest werden lassen.


So wie ein sauberer, aufgeräumter Essplatz Dein Leben verschönert, so verschönert ein aufgeräumtes und geklärtes Inneres Dein ganzes Sein.


Journaling – die Magie der Schriftlichkeit


Vielleicht magst auch Du gerne die Magie der Schriftlichkeit für Dich nutzen und für Dich eine oder mehrere der Fragen in Deinem Journal beantworten?


Was nährt mich und gibt mir Kraft?

Wovon wünsche ich mir mehr in meinem Leben?

Was unterstützt mein Vorhaben am allermeisten?

Was verdränge oder verschleiere ich?

Was will ich in meinem Leben verändern?

Was spüre ich, das mir nicht mehr länger dienlich ist?

Was möchte ich aus dem Winter endgültig jetzt loslassen?


Bevor Du Dich in die Fragen sinken lässt, atme ein paarmal ganz tief ein und wieder aus. Kreiere Dir Deinen Sacred Space mit allem, was sich für Dich dazu richtig anfühlt und beschenke Dich selbst mit dieser so wertvollen Zeit. Deine Zeit des In-sich-kehrens, dem Eintauchen in Deine Tiefe. Dort alleine findest Du Antworten, dort findest Du Deine Wahrheit.


Streife die letzten Fetzen Deiner winterlichen Seelenhaut ab und empfange den Segen des Neubeginns. Wild. Frei. Und befreit von allen Lasten.


Namasté

Deine Evelyn


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